Praxis für

psychosoziale Beratung & Atembegleitung

Angelika Silber, MSc.

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Mythos Milch

Der weiße Saft, der "müde Männer munter macht" oder "von glücklichen Kühen stammt"?

Besonders seit Beginn der veganen Welle ist, neben dem Fleischkonsum, auch unser Milchkonsum in den Fokus der Öffentlichkeit geraten und hat zu einigen Kontroversen geführt. Colin Campells „Die China Studie“ hat bereits mehr als deutlich aufgezeigt, was nun wissenschaftlich anerkannte Studien untermauern und die Industrie vehement zu verhindern sucht. Der in unserer Kultur verbreitete Mythos Milch „Milch ist gesund…für die Knochen…und überhaupt...“ beginnt zu wackeln...

Eine Chance für unsere Gesundheit. Nicht ohne Gegenwind.
Die Milchindustrie ist ein Milliardengeschäft und hält mit märchenhaften Werbebildern dagegen: Milchkühe auf sattgrünen Weiden, in altbäuerlichen Stallungen, umsorgt von - in an Heimatfilme erinnernde Kostüme gekleideten - Darstellern.

Die beiden Dokumentationen „Die Milchlüge“ (NDR, 2012) und „

Mythos Milch“ (SRF und Ö1, 2014) beschäftigen sich fundiert mit diesem Thema,

deren Inhalte hier zusammengefasst bzw. die Links am Ende des Artikels erwähnt sind.

Von Generation zu Generation weitergegeben und in unserer österreichischen Kultur fest verankert ist der Satz: „Milch ist gesund.“ Nach wie vor geben wir diese Haltung an unsere Kinder unreflektiert weiter. Dass Milch auch krank machen kann ist für viele Menschen neu. Denn wir vergessen, dass die Zeiten in denen Milch von glücklichen Kühen unverfälscht bzw. unverpanscht beim Kunden eintraf, längst vorbei sind.

Milch ist ein Massenprodukt und Milchkühen wird das Äußerste abverlangt,
nämlich möglichst viel Milch zu geben. Das resultiert in Massentierhaltung, Euterentzündungen und damit verbundenen Antibiotikagaben, die ebenfalls in der Milch landen. Um riesige Produktions-mengen zu ermöglichen, werden Kühe zu Milchmaschinen herangezüchtet und haben Glück, wenn sie fünf Jahre alt werden. Zum Vergleich: „Normale“ Kühe erreichen ein Alter von etwa 25 Jahren. 

Milchkühe in Industrieproduktionen werden laufend mit Bullensperma aus dem Kofferraum des Tierarztes besamt um die Milchleistung nicht absinken zu lassen. Riesige Mengen Blut werden durch die Gefäße des Euters geleitet um die Milchproduktion hoch zu halten. Die Futtermenge ist ebenfalls energetisch hochkonzentriert – Gras und Heu reichen nicht mehr  –  Eiweiße wie Soja, und Substanzen wie aus dem Chemieunterricht  (saure Salze, Glycerin, Glyceringlykol, Harnstoff...) kommen daher zum Einsatz.

Abgepumpt und in der Fabrik angelangt kommt in einem Tetrapak die Milch von 30.000 Kühen zusammen!

Ein immunologischer Wirrwarr aus Wachstums-hormonen, hormonähnlichen und immunwirksamen Substanzen gelangt so in den menschlichen Körper.  Substanzen, die wir nicht brauchen.

Die Milch wird wärmebehandelt, pasteurisiert (dies zerstört die Eiweiße der Milch), in ihre Bestandteile zerlegt und danach je nach Verwendungszweck wieder zusammengesetzt. Das Endprodukt hat nichts mehr mit dem Urpodukt zu tun. Alle Milchprodukte werden ultrahoch erhitzt (H-Milch) um alles abzutöten, das mit Keimen zu tun haben könnte. Es werden Zucker und/oder Salz, Farbstoffe und die Abfallprodukte aus der Obstproduktion hinzugefügt.


Nichts davon spiegeln die bekannten Werbespots wieder. Sie gaukeln die perfekte, heile Alpenwelt vor, die so gar nichts mit der Realität einer Industrieproduktion zu tun hat. Wir weigern uns offenbar einfach in der Realität anzukommen.
300 Mio. EUR werden in Deutschland für Milchproduktwerbung ausgegeben. Das ist dreimal so viel wie Werbung für Fleischprodukte. Milchprodukte im Wert von 23 Mrd. EUR werden aus Deutschland exportiert.

Auswirkungen auf die Gesundheit?
Aufgrund der Züchtung und der veränderten Kuhhaltung hat sich die Menge des Betalactoglobulins - ein Untereiweiß in der Milch - in den letzten 60 Jahren fast verdreifacht. Dabei handelt es sich um ein hochgradiges Allergen. Mit diesem Allergen ziehen die Soldaten unseres Immunsystems in den Darm, wo der eigentliche Krieg stattfindet. Dadurch bleibt kein Soldat übrig, sich um andere Krankheitsherde im Körper zu kümmern, weil mit ganzer Kraft das Allergen bekämpft wird.  

Mittlerweile häufen sich die Studien und Beiträge zur kanzerogenen (krebs-erregenden) Wirkung von Milchkonsum.
Der Konsum von zu vielen Milchprodukten erhöht - laut Studien der Harvard Universität - das Risiko von Prostatakrebs bei Männern und Gebärmutterkrebs bzw. Brustkrebs bei Frauen. Alles hormonabhängige Krebsarten. Immerhin wird auch die Milch von trächtigen Kühen verarbeitet, wodurch diese mit weiblichen Geschlechtshormonen kontaminiert wird. So ist der Östrogengehalt 33-mal so hoch wie bei einer Kuh, die nicht trächtig ist. Der Progesterongehalt ist etwa zehnmal höher. Zuviel Milch verändert auch den Stoffwechsel - kombiniert mit anderen Faktoren kann dies die Krebshäufigkeit negativ beeinflussen.

Milch ist gut für die Knochen. Seit Jahrzehnten trichtert uns das die Industrie ein.
Milch deckt mittlerweile ein Viertel unseres täglichen Nahrungsbedarfs. Wir müssten daher die besten Knochen der Welt haben. Die Osteoporoseraten (Knochenschwäche) sind aber in Ländern mit geringerem Milchkonsum weitaus besser. Dies ist im Übrigen schon in der China Study ausgiebig beschrieben worden. Woher kommt das? Eine Kuh, die meist im Stall ist, hat kaum mehr Vitamin D in der Milch aufzuweisen, weil sie auch keine Sonne abbekommt. Nicht umsonst wird Vitamin D auch "Sonnenvitamin" genannt. Dieses bringt aber Kalzium in die Knochen und ist damit viel wichtiger als der Kalziumspiegel.
Wer mit Vitamin D unterversorgt ist, kann Kalzium schlecht bis gar nicht aufnehmen. Zuviel Milchkonsum senkt die Bildung des für den Knochenaufbau wichtigen Vitamin D Spiegels ab und wirkt so gegen den Knochenaufbau. Übereiweißung steht mittlerweile im Verdacht Diabetes hervorzurufen. Chronisch entzündliche Krankheiten wie rheumatische Themenkreise, Asthma und Atemwegserkrankungen werden durch Übereiweißung stark mit beheizt.

Es gibt gute Gründe bei körperlichen Beschwerden auch den Milchkonsum zu hinterfragen, da Milch diese auch auslösen kann.
Nicht falsch verstehen: Milch ist nach der Geburt ein zeitlich begrenztes Lebensmittel, dessen Konsum wir im Laufe der letzten Jahrzehnte immer mehr erhöht haben. Ein Blick in die Tierwelt (von der wir abstammen) zeigt: Tiere hören irgendwann von selbst auf Milch zu trinken! Und: Muttermilch ist etwas Anderes als Kuhmilch!

Richtig ist: Milch aus den Alpen in Höhen von über 1600 m hat die berühmte gesunde Wirkung. Aber wer hat diese Milch noch anzubieten und dazu noch unbehandelt? Dazu missachten wir die Regel „Die Dosis macht das Gift“. Wir leben in einer Zeit, in der wir unserem Organismus von allem einfach zu viel zuführen – Gluten, Milch, weißen Zucker, Fruchtzucker, Salz, usw. - , was er auf Dauer gar nicht
verarbeiten kann. Die industrielle und gentechnische Veränderung von Nahrungsmitteln in den letzten Jahr(zehnten) und oftmals ein ohnehin geschwächtes Immunsystem durch übermäßige Antibiotikagaben,  tun ihr übriges. In jedem Fall raten die Studien dazu, Milchprodukte einfach wegzulassen. Wer dies (noch) nicht kann, sollte einfach mal versuchen, die Konsumation auf ein geringes Maß herunterzuschrauben.

Hier die Links zu den Dokumentationen und weitere Informationen von denen es zum Thema mittlerweile unzählige weitere gibt:
Die Milchlüge (NDR, 2012)
Mythos Milch (SRF und Ö1, 2014)
Wie gesund ist Milch? Pro und Contra (Servicezeit,  WDR, 2015)
Macht Milch krank? (Welt der Wunder, Pro7, 2014)
Milch von der Kuh ist nicht gesund (Deutsche Wirtschaftsnachrichten, Oktober 2013)
Calcium and Milk: What’s Best for Your Bones and Health?
Hormones in milk can be dangerous (Harvard Gazette, December 2006)

Modern Milk (Harvard Magazine, June 2007 )
Die China Studie, Dr. T.Colin Campbell, Verlag Systemische Medizin, ISBN-13 978-3864010019
Darm mit Charme, Giulia Enders, Ullstein Verlag, ISBN-13 978-3550080418

© überarbeitet Juli 2016 . elemente des lebens Praxis für psychosoziale Beratung & Atembegleitung  mail: praxis@elementedeslebens.at   web: www.elementedeslebens.at  

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