Angelika Silber, MSc.

elemente des lebens

Praxis für psychosoziale Beratung & Atembegleitung

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Ich freue mich auf Sie!

 

Natur pur? Weisst Du, was in unseren Lebensmitteln drin ist?

Europaweit sind rund 350 Zusatzstoffe für Lebensmittel zugelassen: Konservierungsmittel, Emulgatoren, Farbstoffe, Gelier-, Verdickungsmittel, Geschmacksverstärker, Trennmittel und Enzyme. Fast alle industriell hergestellten Lebensmittel benötigen die Beimengung von Zusatzstoffen oder Additiven.

 

Dadurch können Produkte besser dargestellt und minderwertige Qualität der Zutaten verdeckt werden. Das Produkt erscheint "besser als es ist und schmeckt als ob". (Quelle: H.G. Grimm, "Gammel Ade" 3sat Dokumentation vom 1.3.2012)

Nahrungs-mittel sollen bunt, ansprechend, billig und eben lange haltbar sein.

 

Passend zu unserer schnelllebigen Welt hat sich auch die Nahrungsmittelindustrie den Bedürfnissen des Marktes und der Konsumenten angepasst. Nach einem 12-Stunden Tag bleibt kaum mehr Zeit um selbst hinterm Herd zu stehen. Schnell noch in den Supermarkt und ein Fertiggericht oder eine Dosennahrung gekauft, zu Hause in den Ofen geschoben und dazu Fertigbrötchen aufgebacken, danach eine Tafel Schokolade oder eine Tüte Chips… 

 

Doch welchen Preis zahlen wir dafür?  Wie sehr hat das noch mit echten Lebens-mitteln zu tun?

 

Aber auch in biologischen Lebensmitteln und Packungen mit Aufschriften „Ohne Zusatzstoffe und Konservierungsmittel“ sind oftmals versteckte Zusatzstoffe enthalten:

 

  • Antioxidationsmittel wie Ascorbinsäure, Natriummetabisulfat, erhöhen die Haltbarkeit. Sie verhindern die sauerstoffbedingten Geruchs-, Geschmacks- und Farbveränderungen und sie ergänzen die Wirkung von Konservierungsmitteln. (enthalten in Trockensuppen, Pulversoßen, Kartoffel-Erzeugnisse, Kaugummi, Margarine und Öle bis hin zu Backwaren, Eis oder Marzipanmasse)
    Gesundheit: in Tierversuchen wurde Wachstum und Infektabwehr beeinträchtigt. Beim Menschen treten manchmal (pseudo-)allergische Reaktionen aufgetreten. Studien konnten sowohl krebsauslösende als auch -hemmende Wirkungen belegen 

  • Konservierungsmittel erhöhen die Haltbarkeit. Bedenklich sind Konservierungsmittel auf Schwefelbasis, die sogenannten Sulfite wie Schwefeldioxid, Sodiummetaisulfit, Kaliummetabisulfit, usw. (enthalten in Meerrettich, getrocknetes Gemüse, Rosinen, Würzmittel, Stärke, Schrimps, Senf, Sugo, Graupen, Chips, weißen getrockneten oder tiefgefrorenen Gemüsesorten, getrocknete Tomaten, Trockenfrüchte und Fleisch, Fisch- und Meerestierersatzprodukte) Säuerungsmittel wie Citronensäure haben die gleiche Funktion eines Konservierungsmittels)
    Gesundheit: Sulfite unterstützen das Wachstum von Bakterien im Darm, die von Schwefel leben und die Darmwand angreifen. Bei Tierversuchen wurde die Immun- und Infektabwehr beeinträchtigt. Beim Menschen treten manchmal (pseudo-)allergische Reaktionen aufgetreten. Weiters Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Kopfschmerzen.
    Bei Konservierungsmitteln ist von einem häufigen Verzehr abzuraten. Das bedeutet, die über den Tag verteilte Gesamtmenge an Konservierungsstoffen sollte berücksichtigt werden, da sie in sehr vielen Produkten zum Einsatz kommen!

  • Modifizierte Stärke ist chemisch bearbeitete Stärke, die als Verdickungsmittel vielen Produkten zugesetzt wird

  • Hefeextrakt enthält die umstrittenen Substanzen Glutamat, Inosinat und Guanylat. Da das Glutamat nicht isoliert auftritt, ist es nicht als Geschmacksverstärker mit einer E-Nummer zu kennzeichnen. Glutamat kommt in der Natur in geringen Mengen in Tomaten, Walnüssen und einigen Käsesorten vor. Wie immer macht die Dosis das Gift. Hefeextrakt und Mononatriumglutamat werden in großen Mengen zur Würze von Fertigprodukten eingesetzt.

  • Verdickungsmittel wie Guakernmehl, Xanthan, E466 (enthalten in Backwaren, Suppen & Soßen, Konfitüren, Marmeladen, Gelees, Obst- und Gemüsekonserven, Kastanienkonserven, Speiseeis, Desserts, Milchmischgetränke). „Eine Höchstmenge ist nicht vorgeschrieben. Es darf aber nur soviel eingesetzt werden, wie für die gewünschte Wirkung unbedingt notwendig ist.“
    Gesundheit: Guakernmehl soll Allergien begünstigen und selbst allergische Reaktionen auslösen. In großen Mengen kann es Bauchkrämpfe und Blähungen auslösen. Wer auf Sojaprodukte allergisch reagiert, kann durch Guakernmehl Kreuzreaktionen hervorrufen.

  • Emulgatoren wie E471 Mono- und Diglyceride, erhöhen die Einstellung geschmacklicher Eigenschaften wie Sämigkeit, Schaumigkeit oder Cremigkeit von Produkten (enthalten in Shokoladenprodukte, Konfitüre, Marmelade, Gelee, Schlagobersprodukte, Schnellkochreis, Brot und Backwaren, Margarine, Wurstwaren). Es genügt die Angabe „Emulgator“ oder „Stabilisator“ ohne Nennung des verwendeten Stoffes. Bäckereien und Konditoreien, die regelmäßig von Emulgatoren Gebrauch machen, sind auch von dieser Deklarationspflicht ausgenommen.
    Gesundheit: Emulgatoren verändern die Oberfläche der Darmschleimhaut und können so den Darm durchlässiger für allergieauslösende Nahrungsbestandteile, Rückstände oder Zusatzstoffe machen. Diese Stoffe werden leichter aufgenommen, als es ohne Emulgatoren der Fall wäre. Der Umfang und die Auswirkungen dieses Prozesses sind allerdings noch unerforscht, ebenso die Bedeutung für Darmkranke.

  • Aroma Natürliche Aromastoffe werden aus pflanzlichen oder tierischen Ausgangsstoffen gewonnen, beispielsweise durch physikalische Methoden wie Extraktion oder Destillation. Naturidentische Aromastoffe werden großindustriell hergestellt, wenn z.b. die natürliche Quelle die Nachfrage nicht befriedigen kann. Künstliche Aromastoffe sind reine Entwicklungen der Lebensmittelchemie (enthalten in Lakritze). Aromaextrakte sind natürliche Stoffgemische, in dem viele einzelne Aromastoffe enthalten sind. Reaktionsaromen werden durch das kontrollierte Erhitzen mehrerer Komponenten hergestellt. Sie ergeben beispielsweise einen typischen „Röstgeschmack“ oder auch Geschmacksnoten à la Huhn, Schwein oder Fisch. Raucharomen enthalten kondensierten Rauch für die Aromatisierung von Fleisch, Suppen oder Snacks.

  • Molkenerzeugnis und Milcheiweißerzeugnis

 

Wer sich näher über die E-Nummern in Lebensmitteln, Nebenwirkungen und Gesundheitsbedenken informieren möchte, der findet gute Informationen unter folgenden Quellenverzeichnis und Links u.a.:

 

http://wien.arbeiterkammer.at/bilder/d32/Lebensmittelzusatzstoffe1.pdf

http://das-ist-drin.de/glossar/e-nummern/

http://www.zusatzstoffe-online.de/zusatzstoffe/

http://www.absolut-bio.de/hefeextrakt-getarnter-geschmacksverstaerker-in-bio-produkten/

Buchtipp:"Die Ernährungslüge", Hans-Ulrich Grimm 

 

Dokumentation: „Gammel ade“ http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=29576

 

 

 

 


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